Kinder des Bürgerkriegs – Hilfe zur Selbsthilfe in RuandaBeim Missionsfest der Gesamtkirchengemeinde am 31. Januar war Pfr. Dietmar Boos von der Kindernothilfe zu Gast in Metzingen.  Pfarrer Dietmar Boos Der vielfältige und bewegte Gottesdienst wurde musikalisch bereichert vom Projektchor unter der Leitung von Kantor Stephen Blaich und der Trommel-Gruppe von Joachim Fuchs-Charrier. In seiner Predigt legte Pfr. Boos die Geschichte von Kain und Abel in die Situation des Genozid in Ruanda hinein aus.
In Ruanda hatte im Frühjahr 1994 ein Völkermord begonnen, in den auch die Kirchen verwickelt waren. Tausende von Kindern wurden zu traumatisierten Waisen. Gott fragt in der Geschichte vom Brudermord: „Wo ist dein Bruder?“ Auch das Verhältnis der Europäischen Länder zu Afrika spiegelt sich in dieser biblischen Geschichte wieder: „Wo ist dein Bruder?“, das fragt Gott auch uns Europäer! Parallel zum Gottesdienst in der Martinskirche feierten die Kinder im Gemeindehaus ihren Gottesdienst, hatten dabei Besuch aus Afrika und erlebten etwas von dem Leben dort.  Café nach dem Gottesdienst Nach dem anschließenden „Café nach dem Gottesdienst“ berichtete Pfr. Boos sehr eindrücklich über die Geschichte und die derzeitigen Projekte der Kindernothilfe. Fünf der sechs Projekte in Haiti sind beispielsweise betroffen durch die dortige Erdbebenkatastrophe. In einem zweiten Teil wandte er sich speziell dem Projekt „Kinder des Bürgerkriegs – Hilfe zur Selbsthilfe in Ruanda “ zu: Um die Not und Traumatisierung in Ruanda zu lindern und den Menschen Hoffnung zu geben, unterstützt die Kindernothilfe in der Hauptstadt Kigali ein Programm der Partnerorganisation „African Evangelistic Enterprise“. Es konzentriert sich auf die Ärmsten der Armen. Durch Selbsthilfegruppen erfahren Waisen und Witwen neue Hoffnung und erhalten neue Lebensgrundlagen. In den Selbsthilfegruppen finden Gespräche und Schulungen statt, es werden Kleinkredite mit gemeinsam angespartem Geld vergeben. Die Stärkung einer tragenden Gemeinschaft ist ein enorm wichtiger Baustein zum Frieden in einem Land, in dem es durch den Völkermord immer noch viel Misstrauen und Feindseligkeiten gibt. Während des Vortrags gab es eine Kinderbetreuung. Anschließend waren alle Teilnehmer zum gemeinsamen Mittagessen eingeladen.  Wir bitten zu Tisch
Ein herzliches „Dankeschön“ an alle, die durch ihren Einsatz zum Gelingen des Ganzen beigetragen haben. Ohne den großen ehrenamtlichen Einsatz von so vielen in und um unsere Gesamtkirchengemeinde hätte das Missionsfest nie so gut gelingen können!  Die Trommler 

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