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Wir sind uns bewußt,
daß die Trennung der Christenheit in Konfessionen und Denominationen nicht dem Willen des Herrn der Kirche entspricht.

Wir sind uns bewußt,
daß wir am Auftrag zur Einheit versagt haben und oft unserem Kleinmut zu viel Raum gegeben haben.


Wir leiden darunter,
daß wir als Christen nur unvollständig Gemeinschaft erleben können im Feiern des Gottesdienstes und im Verständnis der Sakramente.

Wir leiden darunter,
daß die Stimme des Evangeliums mehr und mehr an Glaubwürdigkeit einbüßt, weil sie nicht einmütig vorgetragen wird.

Wir beklagen,
daß es in den zurückliegenden Jahren und Jahrhunderten zu wenig Bemühungen gab, diesen Zustand zu überwinden.

Wir beklagen,
daß oft genug Feind- und Zerrbilder wichtiger waren als das gemeinsame Gespräch und die Bemühung umeinander.

Wir wollen uns dafür einsetzen,
daß diese schmerzliche Trennung bewußt wird und somit zur Triebfeder werden kann für ein offenes Aufeinanderzugehen.

Wir wollen uns dafür einsetzen,
daß in Metzingen Kirchen und Gemeinden konkrete Schritte aufeinander zu machen.

Wir wollen Wege suchen,
die uns dabei helfen, einander zu verstehen; die dazu beitragen, daß wir einander so sehen, wie wir sind.

Wir wollen Wege suchen,
auf denen wir einander näher kommen können, ohne daß jemand das Gesicht verlieren muß, ohne daß die Ehrlichkeit aufgegeben wird, ohne daß die eigene Identität aufs Spiel gesetzt werden muß.

Wir wollen dafür beten,
daß wir beschenkt werden mit Mut und Weisheit, mit Nüchternheit und Weitblick, um diese Schritte in der Verantwortung vor dem Herrn der Kirche tun zu können.

Wir wollen dafür beten,
daß der Heilige Geist selbst uns führt und leitet und uns wehrt, wo wir eine falsche Richtung einschlagen.