Im Seminar "Christentum und Islam" sind wir zur klaren Erkenntnis gekommen, dass ohne Dialog nichts geht. Wenn wir ernstnehmen, dass jeder Mensch von Gott gewollt ist, dann können wir Menschen anderer Religion nicht übergehen, weil sie eine andere Auffassung von Gott und vom Leben haben.

Auch unter uns Christen ist es wichtig, miteinander im Gespräch zu sein. Die Zeit ist noch nicht lange her, als es katholische und evangelische Dörfer nebeneinander gab, die nichts miteinander zu tun haben wollten. Man besuchte keine Veranstaltung gegenseitig, nahm sich kaum wahr.

Der aktuelle ACK-Flyer zum runterladen:

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Von der ökumenischen Gebetswoche 1964 zur Gründung der ACK Metzingen


Im Jahr 1964 ist im evangelischen Kirchengemeinderatsprotokoll erstmals eine Ökumenische Gebetswoche in Metzingen bezeugt. Und Im Abschnitt „Verhältnis zur katholischen Kirche“ des Pfarrberichts 1966 heißt es: "In der Ökumenischen Gebetswoche der evangelischen Kirche sprach schon zweimal der katholische Stadtpfarrer Bauer von Schwäbisch Gmünd“.

Über großes Interesse konnten sich die Familienbildungsarbeit fba und die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen ACK am vergangenen Mittwoch freuen, die zum ökumenischen Tischgespräch über Notwendigkeiten, Möglichkeiten, Chancen aber auch Grenzen des christlich-islamischen Dialogs eingeladen hatten.

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"Wie schön, wenn mehr Gäste kommen, als erwartet. Gerne stellen wir noch weitere Stühle auf", freute sich Pfarrer Weiß von der katholischen Bonifatiusgemeinde, als er die über 60 interessierten Gäste im "Bonisaal" begrüßte und den Referenten des Abends, Pfarrer Heinrich Georg Rothe vorstellte. Rothe ist Islambeauftragter der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und Mitglied der Fachgruppe "Begegnung mit dem Islam" der ACK in Baden-Württemberg.

Eine positive Bilanz ziehen die Organisatoren der Metzinger Friedenstage  bezüglich der diesjährigen Veranstaltungen. Für den Arbeitskreis Frieden erklärte Pfarrer Metzger: "Die Metzinger Friedenstage waren ein großer Erfolg. Sie haben sehr viele Menschen zusammengeführt  und ins Nachdenken gebracht. Sie haben in der Praxis auch die unsachlichen Unterstellungen und insbesondere den Vorwurf der Israelfeindlichkeit Lügen gestraft."

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Die Metzinger Friedenstage wurden von Parteien, Ehrenamtlichen Initiativen und den Kirchen innerhalb der ACK durchgeführt.

Im Frühjahr 1996 kamen erstmals die Mitglieder des Ausschusses für Mission und Ökumene des Evangelischen Gesamtkirchengemeinderates und Mitarbeitende anderer christlicher Kirchen und Gemeinden zusammen: aus der katholischen St. Bonifatiusgemeinde, der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde sowie der Evangelisch-methodistischen Christuskirche. Man war sich nicht völlig fremd, beging man doch schon seit längerem die Ökumenische Bibelwoche, die Friedenswoche und den Weltgebetstag der Frauen gemeinsam. Aber es gab den Wunsch nach mehr, nach intensiveren Kontakten und größerer Verbindlichkeit. Von Anfang an herrschte ein offenes Klima von Wertschätzung und gegenseitigem Interesse, und dieses Treffen wurde bald wiederholt. Aus solchen lose verabredeten Terminen entstand noch im Laufe des Jahres 1996 der "Arbeitskreis Ökumene Metzingen".

Am Anfang stand gar nicht so sehr der Wunsch, miteinander zu reden, sondern miteinander etwas zu tun. Eine erste gemeinsame Aktivität war eine Anzeigenaktion zum Thema "Schutz des Sonntags".

ImageACK Metzingen

Wir sind uns bewußt,
daß die Trennung der Christenheit in Konfessionen und Denominationen nicht dem Willen des Herrn der Kirche entspricht.

Wir sind uns bewußt,
daß wir am Auftrag zur Einheit versagt haben und oft unserem Kleinmut zu viel Raum gegeben haben.