Orgel der Firma Weigle (erbaut 1979) 

Aus der Geschichte

Seit ca. 1700 lässt sich für die Martinskirche eine Orgel nachweisen. Sie stand auf der damaligen Empore im Chorraum. Wann sie auf eine Westempore versetzt wurde, ist nicht bekannt. 1838 wurde ein neues Instrument angeschafft, das den Raum aber offensichtlich klanglich nicht ausfüllte. Bei der großen Kirchenrestaurierung 1872, bei der alle drei Schiffe der Kirche in ihrer heutigen Gestalt eingewölbt wurden, wurde eine "durchgreifende Erneuerung der Orgel" durch den Kirchheimer Orgelbauer Goll durchgeführt. Weitere Wartungen und Umbauten erfolgten 1926 durch die Firma Weigle, dabei wird unter anderem erstmalig ein elektrisches Gebläse eingesetzt. 1936 wird das bisher 33 Register umfassende Werk auf 46 Register ergänzt. Die pneumatische Traktur sorgt aber bereits jetzt für derartige Mängel, dass 1957 und 1965 umfassende Reparaturen notwendig sind und der Wunsch nach einem neuen Instrument entsteht. Mit großer Unterstützung durch einen 1974 gegründeten Orgelbauverein kann 1976 ein neues Instrument bestellt werden, das alte wird 1978 abgebaut. 

Das heutige Instrument

verfügt über 45 Register auf 3 Manualen und Pedal und besitzt 3121 Pfeifen. Es wurde 1979 von der Firma Weigle (Echterdingen) in Zusammenarbeit mit der Firma Gerhard Schmid (Kaufbeuren) erbaut. Eine umfassende Reparatur und klangliche Umarbeitung erfolgte im Sommer 2008 durch die Firma Michael Mauch (Leonberg) - Bilder dieser Maßnahmen sind unter "Orgelrenovierung" zu besichtigen.

Disposition

Disposition der Orgel (pdf-Datei)

Siehe auch...