Die Februarausgabe unserer »Vielfalt« beschäftigt sich dieses Mal mit einem wichtigen Arbeitsfeld unserer Gesamtkirchengemeinde Metzingen, das von manch einem vielleicht nicht so bewusst wahrgenommen wird: den kirchlichen Kindergärten.

Die unten stehende Karikatur möchte uns auf humorvolle Weise auf dieses Thema ansprechen und fragt, ob Kinder und Pflanzen etwas gemeinsam haben?

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Auf den ersten Blick scheint es ja nicht so zu sein. Doch wenn man etwas nachdenkt, stößt man auf Gemeinsamkeiten. Denn Kinder wie Pflanzen brauchen ein Klima und einen Raum der Wärme, in dem sie gedeihen und wachsen können. Denn der Kindergarten ist der erste Kontakt des Kindes außerhalb des Elternhauses, der ihnen zeigen soll, hier bin ich wichtig, hier bringt man mir Verständnis entgegen, auch wenn man mir nicht alles durchgehen lassen kann.

Kinder-Garten, ein geschützter Bereich, der dem Wachsen der Persönlichkeit dient, ein Nährboden, auf dem unsere Kinder ihre eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten entwickeln und entfalten lernen sollen.

Nicht immer gehen unsere Kinder gern in ihren »Kindi«, nicht jeder Tag ist - wie bei uns Erwachsenen auch - bei den Kindern gleich. Aber ihr »Kindi« ist der Ort, wo sie lernen und manchmal lernen müssen,  sich mit anderen auseinander zu setzen, wo sie vielleicht das erste Mal erleben, dass man zum Essen betet und erstaunt hören, warum man Weihnachten oder Ostern feiert.

So wünsche ich unseren drei Kindergärten, dass sie die ersten Orte sind und bleiben, an denen es sich zeigt, ob es funktioniert, dass Kinder unterschiedlichster sozialer und religiöser Herkunft gemeinsam Dinge lernen, die für ihr späteres (Glaubens-) Leben wichtig sind, und sie ihre eigenen Stärken und Schwächen herausfinden. Solche Arbeit erfordert immer wieder Ausdauer und Geduld und Verständnis von allen Seiten bei Erzieherinnen, bei Kindern und ihren Eltern,

meint Ihr Pfarrer Andreas Stiegler