"Singet fröhlich unserm Gott"

Der Blick zum Himmel verhieß am Morgen noch nichts Gutes. Jedoch gestaltete sich der Nachmittag dann regenfrei, und die Serenade konnte fröhlich stattfinden.
So passte der obige Titel eines Liedes der Kantorei, mit einem Satz von Hans-Joachim Eißler versehen, vorzüglich zur Stimmung von Sängern und Zuhörern. Diese waren in die Musik mit eingebunden, gab es doch diesmal kein Programm sondern die neuen Liederbücher "Wo wir dich loben, wachsen neue Lieder". KMD Stephen Blaich sagte jedes Lied an, das die Kantorei vortrug, und das Auditorium konnte mitsingen, besonders beim Kanonsingen.


Pfarrer Albrecht Schäfer führt durch das Programm

Pfarrer Albrecht Schäfer verband die Lieder sichtlich gut gelaunt mit Lesungen und Anmerkungen.
Beim Lied "Ich sing dir mein Lied" vollzog sich dann ein Wechsel vom europäischen Walzer-3/4-Takt zum südamerikanischen Samba-Rhythmus, übergeleitet vom Posaunenchor unter der bewährten Leitung von Thomas Widmann. Unter anderem heißt es: "den Rhythmus, den Schwung hast du mir gegeben..." Und so kam auch der eine oder die andere in Bewegung.

Begonnen hatte die Serenade um 18.00 Uhr mit Gelegenheit zu Gesprächen und leckerem Gebäck, salzig oder süß, sowie Getränken. Nachdem die Kantorei ihren Gesangsteil beendet hatte, gab es eine halbstündige Pause, bevor dann der Gospelchor in der zweiten Halbzeit mit seinen Liedern erfreute.

Der Gospelchor

In Verbundung mit dem Song "My Lighthouse" rezitierte Pfarrer Schäfer das ergreifendes Gedicht von Julie Hausmann: "Der Leuchturm" (s. unten). In dem Gedicht heißt es "...doch treu hält ... ein' and're Leuchte die Wacht, das ist meines Herrn Jesu Barmherziges Angesicht, und Seine ewigen Worte voll Leben, Gnade und Licht..."
Und über allem leuchtete der volle Klang des Posaunenchors.
Nachdem der letzte Ton verklungen war, waren sich alles einig: es war ein schöner, gelungener Abend.

Die Serenade erfreute eine große Zuschauerschar

Wer will, kann sich noch das Album anschauen:


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Der Leuchtturm

Eh' ich zur Ruh' mich lege,
Tret ich ans Fenster gern,
Noch einmal das Licht zu grüßen
Vom hohen Leuchtturm fern.

Rings Land und Meer versunken
In tiefe schwarze Nacht,
Die Leuchte nur einsam oben
Hält treu bis zum Morgen Wacht.

Sie sendet freundlich warnend
Weithin ihr strahlendes Licht,
Indes ihr zu Füßen brausend
Die Wog' am Felsen sich bricht.

Ob nun auch Wog' und Felsen
Dem Schifflein Verderben droht —
Es stehet die Leuchte und dankend
Umgeht es den schaurigen Tod.

Mein Leben hat auch seine Wogen,
Mein Herz hat auch seine Nacht.
Doch treu hält über beide
Ein' and're Leuchte die Wacht,

Das ist meines Herrn Jesu
Barmherziges Angesicht,
Und Seine ewigen Worte
Voll Leben, Gnade und Licht.

Die leuchten zum Hafen der Ruhe
Hinüber durch Klippen und Nacht:
So wird durch Gnad' und Erbarmen
Mein Schifflein einst heim gebracht.

Julie Hausmann (1826 - 1901)