Missionsfest 2019 in der Martinskirche in Metzingen

„Das Evangelium – eine Kraft Gottes, die verändert,“ so lautete das Motto des diesjährigen Missionsfestes. Zu Gast waren Dekan Norbert Braun und seine Ehefrau Annegret aus Münsingen. Das Ehepaar engagiert sich im Verein Global Friendship Mission. Norbert Braun ist Gründungsmitglied und Vorsitzender des Vereins. Der Verein pflegt eine Freundschaft zu Christen in Tripura/Nordost-Indien und unterstützt die dortige Kirche.

Der Gottesdienst begann für die Besucher mit einem besonderen Empfang: Die über fünfzig Konfirmanden hatten sich vor dem Haupteingang in Reihe und Glied aufgestellt und begrüßten die Besucher mit dem indischen Gruß „Dschibai“ – Guten Tag. Zudem ertönte Trommelmusik der Trommelgruppe der Musikschule vor und auch immer wieder während des Gottesdienstes.


Trommelgruppe

Durch die Mitwirkung der Kantorei wurde der Gottesdienst auch zu einer Begegnung von unterschiedlichen kulturellen Welten In der Predigt erzählte Dekan Braun von der veränderten Kraft des christlichen Glaubens in Nord-Ost-Indien. Er machte den Besuchern Mut, dies dem Evangelium auch in Deutschland zuzutrauen. Er äußerte die Überzeugung, dass die Kirche in Deutschland viel von den Christen in Indien lernen könne, z.B. auch den Mut vom Glauben zu reden.


Dekan Norbert Braun

Nach einem gemeinsamen Beginn mit den Erwachsenen verabschiedete sich die Kinderkirche mit Annegret Braun zu einer besonderen Reise nach Indien. Die Kinder mit ihren Eltern hatten die Gelegenheit hautnah, die fremde Welt hautnah kennenzulernen. Sie konnten verschiedene Früchte kosten, indische Kinderspiele ausprobieren und auch in indische Gewänder ausprobieren.



Nach dem Gottesdienst berichtete Dekan Braun von der Arbeit von Global Friendship Mission in Tripura im Evangelischen Gemeindehaus. In einem  eindrücklichen Vortrag erzählte er von den Anfängen der Kirche in Tripura. Die dortige Kirche feiert in diesem Jahr ihr hundertjähriges Jubiläum. Der Slogan - aus „head-hunters wurden heart-hunters“ – aus Kopfjägern wurden Herzensjäger, war ein prägnantes Wort, das die grundlegende Veränderung in Nordost-Indien deutlich machte. Bildung, so Dekan Braun, sei der Schlüssel zu einer Veränderung der Situation in diesem armen Land. Deshalb betreibt der Verein zwei Internate und ein ausführliches Patenschafts-Programm für Kinder. Außerdem werden Pastoren unterstützt.


20190224-2-21260


Dal Curry

Nach dem Vortrag konnten die Besucher auch noch ein indisches Essen kosten. Es gab Reis und wahlweise Dal-Curry (indische Erbsensuppe) oder Puten-Curry. Wer wollte konnte diese auch auf traditionelle Weise mit der rechten Hand versuchen.


Traditionell indisch

Die angeregten Gespräche an den Tischen machten deutlich, dass der Tag für viele eine Horizonterweiterung und Ermutigung war.

Weitere Bilder finden sich im Album.