Ich glaube an Jesus Christus
Sohn Gottes und Sohn der Maria.
Er hat gesagt, dass ich zu Gott Vater sagen darf.
So ist Er mein Bruder geworden.
Jesus hat die Bilder in mein Gottvertrauen gebracht.
"Gott" kann ich mir schwer vorstellen, aber den "Vater" schon –
und den "Bruder" an der Seite.

Ich bin als Einzelkind aufgewachsen.
Immer habe ich mir als Kind einen älteren Bruder gewünscht,
einer der da ist, wenn‘s eng wird.
Einer an der Seite, mit dem man streiten kann und sich raufen,
und doch bleibt er mein Bruder.
Einer auch, der vorangeht, wenn ich nicht mehr weiß, wohin.
Einer, der sich vor mich stellt und schützt, auch wenn er selber was dabei abbekommt, - weil er mein Bruder ist.

Eigentlich wünsch ich mir das heute noch!
Vielleicht liegt es daran, dass Jesus für mich als Bruder so wichtig ist.

Neulich wurde Sebastian in der Unterführung von einer Horde
Schläger angegriffen. Sein älterer Bruder Stephan kam gerade dazu
und hat sich vor Sebastian gestellt. Stephan lag dann zwei Wochen
mit einem doppelten Oberkieferbruch im Krankenhaus.

So einer ist Jesus! Und er ist noch viel weiter gegangen.
Gottes Sohn – Dein und mein Bruder!
Geboren unter kleinen Leuten, Bruder an der Seite mit einem Rucksack voller Liebe, leidet und stirbt unser Leiden und unseren Tod,
bleibt, wenn andere gehen, führt uns ins Leben,
weil er Gottes auferstandenes Ja zum Leben ist.

Gott segne uns diese Passions- und Osterzeit!
Ihr
Pfr. K. Peter Metzger