Der November ist der Monat, der uns in besonderer Weise daran erinnert, dass alles ein Ende hat, auch unser Leben. Am letzten Sonntag dieses Monats, dem Totensonntag, gedenken wir auch im Gottesdienst der im vergangenen Kirchenjahr verstorbenen Angehörigen und Gemeindegliedern. 

Elia war einer der bedeutendsten Propheten des Alten Testaments. Über sein Lebens»ende« wird uns berichtet, dass Gott ihn von dieser Erde direkt zu sich in den Himmel nahm: Elia wurde von einem Wirbelsturm in den Himmel getragen (2. Könige 2, 11 – Neues Leben-Übersetzung).  

Das ist außergewöhnlich.

Unsere Erfahrung ist, dass der Tod unser irdisches Leben beendet.  

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Oftmals geht eine Krankheits- und Leidenszeit voraus. Wie gut ist es, wenn der Sterbende auf dieser letzten Wegstrecke seines Lebens nicht allein ist, sondern von Menschen begleitet wird.

Aber wo geht es hin? Mit dem Tod ist nicht alles aus. Das macht uns das Ergehen des Elia deutlich. Die Bibel gibt uns die Antwort. Jesus Christus ist gestorben und auferstanden. Er hat damit durch den Tod einen Weg ins ewige Leben in der himmlischen Welt Gottes geschaffen. 

Dorthin will er uns mitnehmen. Daher ist es so wichtig, dass Er uns jetzt und hier in unserem Leben schon begleiten kann, damit für uns gilt, was er gesagt hat: »Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt; und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben« (Johannes 11, 25.26). Daher feiern wir den letzten Sonntag im November nicht nur als Toten- sondern auch als Ewigkeitssonntag.

Pfarrer Dieter Schott