Am Pfingstmontag wollen wir in einem ökumenischen Gottesdienst in der Martinskirche die "Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Metzingen" ACK gründen. Wir tun es nicht, weil es verordnet ist. Wir haben es vor, weil im "ökumenischen Arbeitskreis" seit Jahren eine gute Zusammenarbeit gepflegt wird und weil wir dankbar sind, dass die Gemeinden der verschiedenen Konfessionen zu Herzen gehende frohe Gottesdienste feiern können. Es ist viel gewachsen zwischen uns und wirkt auch in der Öffentlichkeit der Stadt.

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Das gilt es weiterzutreiben. Wir empfinden dazu einen Auftrag Jesu selbst. Er lässt uns nicht in Ruhe. Gott sei Dank müssen wir keinen Stillstand bei uns feststellen. Mit der ACK-Gründung möchten wir die Zusammenarbeit konsolidieren und sie auch denen verständlicher machen, die nicht wissen, was sich hinter dem fremden Wort "Ökumene" verbirgt.

Irritationen (auf hoher Ebene), die in den besten Familien vorkommen, sollen uns nicht abhalten, (an der Basis) weiter aufeinander zuzugehen. Im Gegenteil regen sie an, sich mit den Absichten und Wünschen der anderen Konfessionen auseinanderzusetzen. Wahrhaftigkeit ist immer gefragt, aber auch die Bereitschaft zur Suche nach neuen Wegen, vor allem auch in der Vermittlung zu den Menschen, die "nach unserer Hoffnung fragen".

Letztlich ist es der Heilige Geist, der uns nicht in Ruhe lässt und uns antreibt, nach vorne zu schauen und hinter uns zu lassen, was gewesen ist. Es war jetzt wichtig, dass die Gremien der Gemeinden dem Vorhaben der ACK-Gründung zugestimmt haben. Noch wichtiger aber ist, dass Gottes Geist uns in die Zukunft führt. Ihn lassen wir an Pfingsten wirken.

Pfarrer Hermann Weiß