Ich glaube an Jesus Christus
Sohn Gottes und Sohn der Maria.
Er hat gesagt, dass ich zu Gott Vater sagen darf.
So ist Er mein Bruder geworden.
Jesus hat die Bilder in mein Gottvertrauen gebracht.
"Gott" kann ich mir schwer vorstellen, aber den "Vater" schon –
und den "Bruder" an der Seite.

Eine Geschichte aus Nordafrika erzählt von einem Beduinen, der sich der Länge nach auf den Boden legt und sein Ohr an den Wüstensand drückt. Stundenlang horcht er in die Erde hinein. Verwundert fragt ihn jemand, der ihn so sieht: »Was suchst Du eigentlich auf der Erde?« Der Beduine erhebt sich lächelnd und antwortet: »Freund, ich horche wie die Wüste weint. Ich glaube, sie möchte gern ein blühender  Garten sein.«

Image 

Kennen auch Sie diesen Durst, diese andere Art von Durst?

Die Ahnung: Es muss doch mehr geben als das, was ich bisher erlebt habe. Ich möchte ein blühender Garten sein.

so heißt ein bekannter Werbespruch, mit dem unser Heimatland Baden-Württemberg auf sich aufmerksam macht. Etwas großspurig kommt diese Aussage schon daher – bei aller Bescheidenheit.

Gewiss haben Menschen mit Visionen großartige und nützliche Dinge erfunden und hergestellt. Aber eines können wir alle nicht machen: den Heiligen Geist. Um diesen geht es beim bevorstehenden Pfingstfest.

Nicht nur, weil wir den Heiligen Geist nicht machen können, fällt es uns schwer zu verstehen, was Pfingsten bedeutet. Pfingsten ist ein so ganz ungreifbares Fest. Keine Osterhasen mit bunten Eiern und Frühlingsschmuck oder Tannenbaum mit duftendem Gebäck rühren uns an.

Jahr für Jahr lassen sich in Deutschland rund eine viertel Million Jugendliche konfirmieren. Für die Konfirmandinnen und Konfirmanden spielen Geschenke dabei eine wichtige Rolle. Sie gehören dazu, doch für die meisten sind sie nicht der einzige Grund, sich konfirmieren zu lassen. Eine Umfrage der Evangelischen Kirche in Deutschland hat ergeben: Für 87 Prozent ist die Konfirmation das wichtigste Merkmal der evangelischen Kirche.

Am 14. und 21. März feiern wir in Metzingen Konfirmation. 76 Mädchen und Jungen sind eingeladen, ihre Antwort zu geben auf das Ja Gottes, das er ihnen in ihrer Taufe schon zugesprochen hat. Konfirmation ist quasi der zweite Teil ihrer Taufe.

...so lautet eine alte jüdische Weisheit.

Erinnern ist das Geheimnis der Erlösung, weil nur der, der die Vergangenheit kennt, die Zukunft gestalten kann. Eine Gesellschaft wird nur überleben, wenn sie sich erinnert, auch und gerade einer bösen Vergangenheit, sich der Wahrheit der Geschichte stellt und daraus Lehren für die Zukunft zieht.

In den nächsten Wochen geht unser Blick im gesamten Ermstal besonders zurück in die Zeit von Januar bis Dezember 1940. Die Behinderteneinrichtung Grafeneck wird zu einem Tötungslager für Kranke und Behinderte. 10 654 Menschen werden sterben. An sie, die nicht leben durften, weil sie als "lebensunwert" galten, wollen wir uns erinnern. Zugleich gilt es ein Zeichen gegen das Vergessen zu setzen – auch eine Aufgabe der christlicher Gemeinde! - verbunden mit der Mahnung, wohin Unmenschlichkeit, Demagogie, Intoleranz, Fremdenhass und Rassismus führen: in die Barbarei.

Wenn das so einfach wäre!

Mit meinen Problemen in der Familie, im Beruf, mit meiner Krankheit, in der momentanen Krisenstimmung. Freude lässt sich doch nicht befehlen. Sie braucht einen Grund und einen Freiraum.

Im Monatsspruch für Juli fordert uns der Apostel Paulus tatsächlich zur Freude auf: Freut euch … Aber er fügt noch drei entscheidende Worte hinzu: … in dem Herrn. Philipper 3,1

Liebe Leserin, lieber Leser,

kaum haben wir Ostern gefeiert, steht Pfingsten vor der Tür. Viele freuen sich auf ein verlängertes Wochenende oder einen Kurzurlaub in den zwei langen Wochen der Pfingstferien. Doch wenn Sie gefragt würden, worauf eigentlich der Brauch des Pfingstfestes zurückgeht, wüssten Sie die Antwort?

Dunkel könnte sich vielleicht der eine oder andere an den Bericht von dem ersten Pfingstwunder aus der Apostelgeschichte erinnern. Dort wird im zweiten Kapitel erzählt, wie der Heilige Geist über die Apostel in Jerusalem gekommen ist, die anlässlich des jüdischen Wochenfestes beisammen gewesen sind. Nachdem diese vom Heiligen Geist erfüllt waren, konnten sie plötzlich in allen Sprachen dieser Welt reden.

Menschen ziehen um, beruflich bedingt, oder aus familiären Gründen.Pfarrer ziehen um, weil es der Vielfalt in den Gemeinden guttut, wenn  ab und zu mal jemand Neues kommt.

Auch die Gemeinden stehen für Vielfalt. Die eine ist eher diakonisch  ausgerichtet, eine andere musisch, eine dritte mehr evangelistisch.  Der eine Gottesdienst ist eher liturgisch geprägt, ein anderer eher unkonventionell.

 

Auch wir Menschen sind zum Glück nicht alle gleich. Es wäre kaum zu ertragen, wenn wir alle gleiche Vorlieben und Stärken hätten. Gott hat Vielfalt gewollt. Sonst hätte er uns nicht so verschieden gemacht.

Ostern ist das älteste und höchste Fest der Christenheit. Der Gottesdienst in der Osternacht oder am frühen Ostermorgen ist zugleich das Herzstück des Kirchenjahres. Christen in aller Welt erinnern an die Mitte ihres Glaubens: die Auferstehung Jesu Christi nach seinem Leiden und Sterben am Kreuz von Golgatha. Das Osterfest steht dafür, dass das Leben über den Tod siegt. Diese frohe Osterbotschaft sollen und dürfen wir hören.

Auch und gerade dann, wenn es unserem Verstand schwer fällt zu verstehen, wie dies überhaupt sein kann und wie dies aussieht: Neues Leben.

Wenn ich heute über das Beten schreibe, geht es mir dabei um Elementares für unser Leben. Wenn ich meine Hände falte und bete, mache ich damit deutlich: Es muss noch etwas Höheres, eine größeres Macht geben als mich. Das Gespräch mit Gott ist und bleibt darum immer etwas sehr Persönliches. Dennoch will das Beten eingeübt und regelmäßig gepflegt sein.

Lukas 11, Vers 1

10 Regeln für ein Gebet mit Gott

  • Nimm dir täglich ein paar Minuten Zeit.
  • Sprich einfach mit Gott und erzähle ihm, was du auf dem Herzen hast.
  • Übe dich im Gespräch mit Gott.
  • Berufe dich darauf, dass Gott bei dir ist.
  • Bete in der Überzeugung, dass deine Gebete, die du liebhast, mit Gottes Liebe umgeben.
  • Bete mit positiven Gedanken.
  • Du bist bereit, Gottes Willen anzunehmen.
  • Lege beim Beten alles in Gottes Hand.
  • Sprich ein Wort der Fürbitte für die, die dich nicht mögen.
  • Bitte für ein Land. Bitte für Erhaltung des Friedens.

Der November ist der Monat, der uns in besonderer Weise daran erinnert, dass alles ein Ende hat, auch unser Leben. Am letzten Sonntag dieses Monats, dem Totensonntag, gedenken wir auch im Gottesdienst der im vergangenen Kirchenjahr verstorbenen Angehörigen und Gemeindegliedern. 

Elia war einer der bedeutendsten Propheten des Alten Testaments. Über sein Lebens»ende« wird uns berichtet, dass Gott ihn von dieser Erde direkt zu sich in den Himmel nahm: Elia wurde von einem Wirbelsturm in den Himmel getragen (2. Könige 2, 11 – Neues Leben-Übersetzung).  

Das ist außergewöhnlich.

Mein Gott, diesmal freue ich mich auf den Urlaub wie noch nie.
Ich bin abgespannt und gereizt, ja richtig fertig.
Ich danke dir, dass ich jetzt ausspannen kann, freie Zeit finde für meine Familie und andere Menschen, die mir begegnen werden.

Herr, ich bitte dich:
Bewahre mich vor übertriebenen Erwartungen und unerfüllbaren Hoffnungen.
Schenk mir neue Kraft.

Amen.

Aufatmen - Durchatmen: wenn das Leben wieder einen normalen Rhythmus  findet, wenn die Anstrengung nachlässt, wenn die Gefahr vorüber ist.

Image

Nicht immer ist unser Alltag ein einziges Atemanhalten oder Nach-Luft-Schnappen. Trotzdem tut es uns gut, wenn wir Zeiten haben, von denen wir mit Sicherheit erwarten können: Da darf ich aufatmen.

Aufatmen - ein Wort, das so übrigens in  der Bibel nicht vorkommt.

Hebräer 10,35

Mit dem Wegwerfen haben wir so unsere Erfahrungen. Was nicht mehr zu gebrauchen ist, kommt in den Mülleimer. Was an Abfall da ist, wird schön recycelt. Was ausgedient hat, wird entsorgt. Die Wegwerfgesellschaft ist schnell dabei, wenn es darum geht, Altes, Überholtes, Unbrauchbares rauszuschmeißen.

Image 

Aber nicht nur Gegenstände werden fortgeworfen. Auch Überzeugungen werden über den Haufen geworfen. Erschreckend ist, wie schnell manche Positionen vertreten und wieder verworfen werden und wie Glaube gewechselt wird auf dem religiösen Markt der Möglichkeiten. Dabei steht und fällt alles Zusammenleben doch mit dem Vertrauen, mit dem Glauben. Wenn kein Vertrauen mehr da ist, wird es schwierig.

Geht es im Religionsunterricht an der Förderschule zuweilen auch grob und chaotisch zu, wenn Inger Hermann am Ende der Stunde den Segen Gottes zuspricht, dann wird es mucksmäuschenstill. In den ängstigenden Abgrund von Vernachlässigung, Gewalt und Hoffnungslosigkeit scheint für einen Augenblick die freundliche Nähe Gottes.

Der Herr segne dich und behüte dich!

Der Wunsch nach Schutz steht im Zentrum des Segens. Für Kinder, die ihr Leben tagtäglich als gefährdet erfahren, spricht sich darin eine große Sehnsucht aus. Dabei wissen sie genau: einen automatischen Schutz vor dem Bösen verleiht der Segen nicht. Segen bewahrt nicht vor allem Leid, aber in allem Leid: "Gott umgibt mich, auch wenn die Bierflaschen fliegen".

Am Pfingstmontag wollen wir in einem ökumenischen Gottesdienst in der Martinskirche die "Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Metzingen" ACK gründen. Wir tun es nicht, weil es verordnet ist. Wir haben es vor, weil im "ökumenischen Arbeitskreis" seit Jahren eine gute Zusammenarbeit gepflegt wird und weil wir dankbar sind, dass die Gemeinden der verschiedenen Konfessionen zu Herzen gehende frohe Gottesdienste feiern können. Es ist viel gewachsen zwischen uns und wirkt auch in der Öffentlichkeit der Stadt.

Image 

Die am Palmsonntag beginnende Karwoche vor Ostern ist die wichtigste Woche des Kirchenjahres. Der Palmsonntag erinnert an den Einzug Jesu auf einem Esel als Reittier in Jerusalem. Biblischen Berichten zufolge wurde er dabei von vielen Menschen mit Palmzweigen als König des Friedens begrüßt. In der Karwoche erinnern Christen an das darauf folgende Leiden und Sterben Jesu und bereiten sich auf Ostern vor, das älteste und höchste Fest der Christenheit.

Image 

Seit Wochen sind die Regale in den Geschäften gefüllt mit Osterhasen und Ostereiern. Sie sind bunt verpackt, vielfältig in Form und Größe, wie wir uns das Leben wünschen.


Osterhasen und Ostereier sollen es sein. Was haben sie mit dem Fest zu tun, das wir in diesem Monat in unserer Kirche feiern? Für den Ursprung des Osterhasen gibt es sehr unterschiedliche, oftmals etwas fragwürdige Erklärungen. Er gilt als Symbol der Fruchtbarkeit, also des Lebens. Er soll an Ostern die Eier bringen. Das Ei ist ebenfalls ein klares Symbol für das Leben. Ostern hat also etwas mit dem Leben zu tun. Ist es das Frühlingsfest, das das Aufbrechen des neuen Lebens in der Natur feiert?

Image 

Haben Sie sich auch schon einmal gefragt, warum man das Osterfest in jedem Jahr an einem unterschiedlichen Tag im März oder April feiert?

ImageHaben Sie schon einmal einen richtigen Schatz entdeckt? Nein?

Dann nehmen Sie doch unser Gesangbuch in die Hand. Diesen für jedermann zugänglichen  Schatz haben wir seit 10 Jahren, genau seit Dezember 1996.

Gott spricht: Siehe, ich will ein Neues schaffen,
jetzt wächst es auf, erkennt ihr’s denn nicht?

Jesaja 43, 19a 

Da hatten wir zu Beginn der Abbrucharbeiten vom Altbau auf dem Gelände des Ferientagheims uns so wie wir es gewohnt sind, die Zeit zur Andacht genommen. Wir haben darum gebetet, dass die Abrissarbeiten, die vor allem in Eigenleistung durchgeführt werden, ohne Unfälle abgehen. Und dann ist doch etwas passiert. Keine wirklich schlimmen Unfälle, aber eben doch einige Verletzungen.

Hat Gott unser Gebet jetzt nicht erhört? Ich wurde mit dieser Frage später zu Recht konfrontiert. Diese Frage stellen wir uns alle, wenn wir die Erfahrung machen, dass unser Gebet scheinbar folgenlos bleibt, nicht erhört wird. Da glauben wir, wir hätten mit unserem Gebet Einfluss und müssen erleben, wie wenig Einfluss wir letztlich haben, wenn es um Gesundheit und Krankheit, Lebensführung und Schicksal, Glück und Unglück geht.

"Glück gehabt!", sagen wir und meinen damit, dass das Schlimmste gerade noch einmal abgewendet wurde. Vielleicht eine Erfahrung, die Sie im vergangenen Jahr gemacht haben.

"Viel Glück!", sagen wir jemandem und wünschen, dass ihm Gutes widerfahren möge. Vielleicht der Wunsch, den wir einigen lieben Menschen für das kommende Jahr sagen.

Zum Ewigkeits- oder Totensonntag gehört das Erinnern, das Gedenken an unsere Toten. Das entspricht nicht nur guter Tradition, es ist ein Akt nachträglicher Würdigung und ein Akt unseres Glaubens: Zum einen werden wir an unsere eigene Sterblichkeit erinnert und richten daraufhin unser Leben vielleicht wieder neu aus. Und zum anderen verbindet sich Hoffnung damit – auch wenn wir gestorben sind, wird irgendwann die Erinnerung an uns verblassen und ganz aufhören. Durch den Glauben wissen wir aber, dass die Toten bei Gott nicht vergessen sind! Er behält sie im Gedächtnis, jeden einzelnen, nicht nur irgendetwas von uns. Gott verbürgt, dass das Leben der Verstorbenen nicht wie eine Rakete im Weltall verlischt, sondern bleibt. Durch den Glauben bekommen wir die Hoffnung, dass dann etwas Neues aufbrechen wird.

ImageSie wissen, dass wir mit Gott nicht so einfach über ein Handy in Kontakt treten können. Dennoch steht für mich hinter den beiden (An-) Fragen Olivers an Gott eine tiefe Not vieler. Manch einem ist es bang ums Herz, wenn er sich fragt, was passiert mit mir und meinem Körper, wenn mein Herz aufhört zu schlagen? Was geschieht mit meiner Seele, wenn ich meinen letzten Atemzug tue? Wo gehe ich dann hin? Höre ich auf zu existieren?

Klar ist: Solche Fragen führen uns an die Grenzen unseres Verstehens und Begreifens.

Auch wenn wir keine Antwort per SMS von Gott bekommen, so dürfen wir dennoch Hilfestellungen von ihm aus der Bibel erwarten. Sollte es ihnen jedoch so gehen wie jenem jungen Mann, der mich einmal nach der Beerdigung seiner Oma mit folgenden Worten angesprochen hat: »Ja, Herr Pfarrer, wenn ich Ihnen nur das glauben könnte, was Sie da gerade gesagt haben. Ich denke für mich, dass ich nach meinem Tod in ein unendliches Loch falle«, dann werden Sie sich mit den Antworten aus der Bibel schwer tun.

"Das hat Hand und Fuß", sagte mein Großvater immer, wenn er etwas für besonders gut und verlässlich hielt. Kein Wunder, denn der Fuß braucht einen festen und verlässlichen Grund, auf dem er gehen kann. Die Hand steht wohl für so alles mögliche, was wir, im wahrsten Sinne des Wortes, in Gang setzen können. Das eine geht ohne das andere nicht. Handlungen ohne Fundament halten nicht lange an und wer nur auf der Stelle tritt, ohne etwas in Bewegung zu setzen, nimmt die Tragfähigkeit seines Fundamentes nicht ernst, zumindest nicht ernst genug!

Um ein tadelloses Mitglied
einer Schafherde sein zu
können, muss man vor allem ein Schaf sein.
Albert Einstein

Was hat denn den Nobelpreisträger da bloß geritten? Schafe – das sind  doch einfältige Herdentiere. Willenlos folgen sie dem Hirten und  lassen sich – wenn’s denn sein muss – klaglos abschlachten. Keine  Spur von Intelligenz, Selbstverantwortung und Eigeninitiative. Da  haben wir es wieder, das alte Schema von Oben und Unten, von  Herrschen und Dienen.

Image 

ImageEndlich ist es soweit. Die Fußball-Weltmeisterschaft beginnt.

Aber stellen wir uns einmal vor: Beim Eröffnungsspiel am 9. Juni  würde die deutsche Mannschaft einfach nur mit 7 statt mit 11 Spielern  auf dem Spielfeld erscheinen. Jeder würde seinen eigenen Ball  mitbringen und auf das Tor schießen, das ihm gerade passt. Die  Mitspieler wären Nebensache und würden kaum beachtet werden, der  Schiedsrichter wäre Luft und seine Entscheidungen würden nicht  respektiert.

Geben wir als Christen und auch als Gemeinde nicht immer wieder solch  ein Bild ab? Wir können uns in mancherlei Hinsicht das bevorstehende  Ereignis als Vorbild nehmen und daraus lernen.

Wir nennen den Mai "Wonnemonat" und lieben die Farben, die Düfte und die Musik, die er mit sich bringt. Herrlich! - Kein anderer Monat steht so für Leben, Freude und Glück wie der Mai. Das macht ihn zum bevorzugten Hochzeitstermin.

Image 

Der Schriftsteller Erich Kästner nennt den Mai "Mozart des Kalenders". Gleich einer viel umjubelten Prozession lässt er ihn im Gedichtezyklus "Die dreizehn Monate" einziehen. Wo er auftritt und grüßt, blüht das Leben in voller Pracht.

Wie eine Dampfmaschine funktioniert, lässt sich erklären. Welche Erbinformationen auf welchem Gen gespeichert sind, ist vielfach erforscht. Warum Pflanzen zum Wachstum Sonne brauchen ist bekannt. - Was die Auferstehung bedeutet, lässt sich nicht so einfach erklären. Was am Ostermorgen geschah, entzieht sich überhaupt allen menschlichen Erklärungsversuchen. Nicht zu fassen ist, was Maria Magdalena erlebt hat auf dem Weg zum Grab Jesu. Kaum zu glauben ist es für sie und für die anderen Jünger. Nicht zu greifen ist der, der nicht im Tode blieb. Aber ergreifen lassen kann man sich von allem und von Ihm. Es ist wie in der Liebe. Erklären kann man sie nicht, aber sich ihr öffnen und sich berühren lassen, das schon.

...wer kann das verstehen?

Ein Toter wird lebendig - versagt da nicht mein Verstand? Und dennoch feiern Christinnen und Christen an Ostern, dass Gott von neuem anfängt.

Mit Jesus - Mit der Welt - Mit uns! - Wie passt das zusammen? Eines ist klar. Mit dem Verstand verstehen oder gar naturwissenschaftlich beweisen können wir sie nicht, die Auferstehung. Kein Mensch kann erklären, wie Gott dies gemacht hat. Aber ich darf es mir erzählen lassen, dass es Gott gemacht hat. Ich darf hören auf Worte von Menschen, die damals dabei gewesen sind. Sie haben wie wir unsere Zweifel gehabt. Sie haben sich wie wir auch gefragt, wie soll das zugehen?

ImageWer die Klinke in der Hand hat, ist mächtig.
Meine Tür aufzumachen oder verschlossen zu halten - darüber bestimme ich. Ich bin Herr im eigenen Haus. Diesen Platz lasse ich mir nicht streitig machen.

Wer die Klinke in der Hand hat, ist ohnmächtig.
Bleibt die Tür verschlossen, habe ich keine Chance. Ich muss draußen bleiben. Sind die drinnen mit sich selbst zu sehr beschäftigt? Haben sie Angst vor mir?

Wo Türen geöffnet werden, ändert sich das Leben.
Nicht nur die Tür wird geöffnet - die Menschen auf beiden Seiten der Tür gehen auf:

Lassen sich ein auf das, was auf der anderen Seite entgegenkommt.
Machen Neuem, vielleicht sogar Herausforderndem Platz.
Fragen und lassen sich fragen; probieren andere Sichtweisen aus.
Öffnen sich dem, was andere bringen und schenken können.

Tage oder Zeiten der Umkehr und Buße für das ganze Volk sind schon im Alten Testament überliefert. In Not und Gefahr sollte das ganze Volk Gott anrufen, um die Bedrohung abzuwenden. Voraussetzung dafür war das Erkennen der eigenen Schuld und Unzulänglichkeit, des Angewiesenseins auf die Vergebung Gottes.

"Unser tägliches Brot gib uns heute",
das beten wir jeden Tag,
unser Tisch ist gedeckt.
Wir können dir danken, Gott.